Haben Sie in den letzten Jahren bei Glücksspielen im Internet hohe Beträge verloren? Viele Spieler fragen sich mittlerweile, ob eine Spielverlust Rückforderung überhaupt rechtlich möglich ist. Dank aktueller Gerichtsentscheidungen stehen die Chancen für betroffene Verbraucher oft überraschend gut. Da viele Anbieter in der Vergangenheit ohne gültige deutsche Lizenz operierten, waren die geschlossenen Verträge meist von Anfang an ungültig.
Grundlage für solche zivilrechtlichen Ansprüche ist der Paragraf 812 des Bürgerlichen Gesetzbuches, der die ungerechtfertigte Bereicherung regelt. Wenn ein Online-Casino ohne die erforderliche Erlaubnis Dienste angeboten hat, durften sie das Geld der Spieler rechtlich gesehen gar nicht annehmen. Das bedeutet im Klartext, dass die gesamten Verluste theoretisch vom Betreiber eingefordert werden können. Betroffene sollten daher alle Ein- und Auszahlungen genau dokumentieren.
Schritte für die Geltendmachung von Ansprüchen
Bevor man rechtliche Schritte einleitet, empfiehlt sich die genaue Überprüfung der eigenen Spielhistorie. Mithilfe eines Kontoauszugs lassen sich die Nettoverluste präzise ermitteln. Viele spezialisierte Anwälte bieten mittlerweile eine kostenlose Erstberatung an, um die Aussichten individuell zu bewerten. Wer seine Optionen prüfen möchte, sollte sich zeitnah juristischen Rat einholen, da auch Verjährungsfristen eine Rolle spielen können.